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Mehr über Audiotex

Der Audiotex-Markt entstand in den 90er Jahren. Da die Deutsche Bundespost 1991 nach einem Fehlstart mit Breitbanddiensten nicht an einen Bedarf für Zusatzdienstleistungen glaubte und keine entsprechenden Telefonleitungen bereitstellen wollte, wurden freie Übernachtkapazität der australischen Telekomfirma Telstra verwendet. Durch die Popularität und das hohe Gesprächsvolumen, sowie dem großen Interesse an Erotikdienstleistungen über das Telefon, die durch andere ausländische Anbieter unkontrolliert offeriert wurden, kam die Deutsche Telekom unter Druck und etablierte 2 Jahre später eigene Leitungen unter 0190er-Nummerngassen, 1998 wurde dieser Markt auch für konkurrierende Telefongesellschaften zugänglich und erlebte so einen weiteren, deutliche Zuwachs. 2006 wurden die 0190er Rufnummern durch 0900er-Rufnummern ersetzt, einhergehend mit neuen, gesetzlichen Regularien zum Schutz der Verbraucher.

Typische Audiotex-Dienste sind Ansagedienste, Bestell -und Auskunftssysteme, Voice Mail Manche dieser Dienste sind passiv (Ansagedienste), manche interaktiv. Interaktive Systeme werden entweder durch DTMF-Signale, die von der Telefontastatur des Anrufers generiert werden, oder durch Spracherkennung realisiert.

Audiotex kommt heute bei vielen technischen und Konsumprodukten zum Einsatz; um Standardfragen von Kunden zu beantworten und über Telefongebühren die Informationskosten abzudecken. Viele Fernsehsender nutzen Audiotex-Dienste bei Zuschauerwahlen oder Wettbewerben. Der Deutsche Audiotex-Markt bewegt sich 2006 in einem Umsatzrahmen von zwei Milliarden Euro, wovon 50% auf den Bereich Adult-Entertainment fielen. << Zurück zur Startseite